Freitag, 24. Mai 2013

Erinnerung: Getrödelt, Gefunden, Gefreut!


Nächste Woche ist wieder der Erste des Monats und da gibt's wieder Getrödelt, Gefunden, Gefreut und es würde mich sehr freuen, wenn ihr (wieder) mitmachen würdet!


Bei mir gibt's dann viele Kleinigkeiten zu sehen - u. a. Konfektschalen von Cortendorf und ein ganzer Stapel Zeitschriften zum Schnäppchenpreis. Also schaut rein..

Donnerstag, 23. Mai 2013

Brosche reparieren - Einzelne Steine ersetzen

Ich suche auch immer wieder Schmuck auf dem Flohmarkt, also Broschen, Armbänder, Ohrringe. Aber die alten Schmuckstücke haben im Laufe der Zeit einiges mitmachen müssen, sodass häufig Steinchen fehlen, etwas abgebrochen ist oder nicht mehr richtig schließt.
 
Einiges kann man sehr gut selbst reparieren - so zum Beispiel die fehlenden Steine.
Neulich habe ich auf dem Flohmarkt einen kleinen Pudel geschenkt bekommen mit den Worten 'Wenn Du sie möchtest, dann nimm mit - die kauft kaputt doch eh niemand!' Das muss man mir ja nicht zweimal sagen - artig bedankt und Brosche gleich eingesteckt.
Am nächsten Tag im Bastelladen gewesen und zwei passende Steinchen für je 20 Cent nachgekauft. Eine Tube Sekundenkleber, ein bisschen Fummelarbeit und paar zusammengeklebte Finger später ist das Halsband wieder vollständig.
 
Man  sollte allerdings unbedingt darauf achten, dass die Steinchen gut einzukleben sind [also zB nicht teilweise verdeckt waren] und man auch weiß, wo man passende Steinchen nachkaufen kann. Ansonsten eine ganz einfache Sache, die sich wirklich lohnt. Ich und der Pudel sind jedenfalls sehr zufrieden!

 
[Und damit die 200 voll werden mache ich noch schnell beim Rums mit]

Dienstag, 21. Mai 2013

Zwischenstand Swingkleid


Fast fertig.. fast heißt es fehlen noch die Knöpfe, die zum Glück nur Zierde sein werden, die Ärmel und der Gürtel. Außerdem noch ein bisschen Feinarbeit bei losen Fäden und den Belegen.

Zwischendurch musste ich ziemlich viel auftrennen, denn Kragen und Taillennaht wollen einfach nicht zusammenpassen. Entweder ist der Kragen schief oder die Nähte treffen nicht aufeinander - beides geht wohl nicht. Wahrscheinlich ein Überbleibsel vom etwas holprigen Versetzen der Taillennaht um gute 1,5cm nach oben. Da der Gürtel die Taillennaht aber eh verdeckt, passt da nun nicht alles. Außerdem musste ich an der Taille auch nochmal gute 4cm Umfang wegnehmen.

Die Falten gefallen mir aber nach wie vor unheimlich gut und nach den Änderungen ist die Passform auch super! Und ein bisschen verliebt bin ich vor allem in den Kragen! Ich hoffe, dass ich diese Woche noch fertig werde - heute geht's an die Knöpfe und wenn ich genug Muse habe auch noch an die Ärmel. Was andere heute [er]schaffen, seht ihr wie immer hier.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Praktische Mode März - 3/1958

Mein Swingkleid aus der Praktische Mode kennt ihr ja schon, aber ich wollte euch auch den Rest der Zeitschrift nochmal zeigen.


Ein sehr schönes Heft wie ich finde und sieht gar nicht nach '58 aus, sondern eher nach Mitte der 50er. Und erstaunlich, dass da schon im März die ersten Sommerkleider vorgestellt werden - ein Entgegenkommen für die langsameren Näherin?

Und? Was für euch dabei?

Dienstag, 14. Mai 2013

Vielleicht, aber nur vielleicht..

..werden ich und die Ecken ja doch noch Freunde.

Bisher war unsere Beziehung eher schwierig. Ecken sind nach einer traumatischen Begegnung nicht so gern gesehen, dabei finde ich sie eigentlich sehr schön. Und so haben wir es am Sonntag noch einmal mit einander versucht.

Sie sind gar nicht schlecht geworden. Vier Stück an der Zahl wurden hintereinander weg eingearbeitet.

Übrigens habe ich wirklich erst die Längsseiten zusammengenäht und dann die Falten über Eck mit den Quernähten genäht. Schließlich noch die Seitenteile geschlossen und das Rockteil ist fertig. Allerdings zeichnen sich an den Quernähten etwas ungünstig die Nahtzugaben ab, da der Stoff sehr fein ist. Wahrscheinlich hätte ich doch lieber auseinanderbügeln sollen, aber ich habe kurzerhand mit der Overlock knapp versäubert. Da muss ich wirklich noch dazu lernen.

Mal sehen, wie sich das beim fertigen Kleid macht, ansonsten muss ich da noch irgendein Zierband oder einen Zierstich anbringen, dass das nicht so doof aussieht.

Und jetzt geht's ans Oberteil!

Vorher gehe ich aber noch bei anderen kreativen Damen gucken, denn die gibt's wie jeden Dienstag hier zu sehen.

Sonntag, 12. Mai 2013

..das nächste Kleid auf der Liste.


Erstmal tausend Dank für die vielen, lieben Kommenater zum Tropenkleid - echt, das hat mich umgehauen!

Aber nach dem Kleid ist vor dem Kleid und so ist bereits das nächste Kleid in Planung - es soll ein leichtes Sommerkleidchen werden aus fließendem Stoff, mit weitem Rockteil und Bequemlichkeit für viele Tänzchen. So hat es gleich den Titel 'Swingkleid' bekommen.

Fündig geworden bin ich in der Praktische Mode vom März 1958. 

Ausgeschnitten sind der Papierschnitt und auch das Stöffchen schon. 
Wie so oft passten die Rockteile nicht in voller Länge auf den Schnittmusterbogen und wurden per Pfeilrichtung verlängert. Es machte mich auch gar nicht stutzig, dass da um 72cm verlängert werden sollte - bis ich das Rockteil an mich dran hielt und es bis zum Boden reichte.. dann doch nochmal die kurzen Erläuterungen auf dem Schnittmusterbogen studiert. Ah! Es soll auf x cm verlängert werden und nicht um x cm.

Vielleicht hatte der Liebste doch Recht als er neulich meinte, dass ich manchmal ein wenig unkonzentriert arbeite..

Na, aber zum Glück war das überschüssige Stück groß genug, dass ich daraus dann das Vorderteil zuschneiden konnte, sodass eigentlich gar nichts passiert ist und ich konnte da auch wirklich herzhaft drüber lachen!

Dass ich den Fehler rechtzeitig entdeckt hatte, war auch ganz gut so, denn wenn ich wirklich alle Rockteile verlängert hätte wie erst angedacht, dann hätte mein Stoff auf keinen Fall ausgereicht. Der Stoff ist ein dünnes, fließendes Etwas in zartem Lindgründ und mit leichter Linienstruktur. Ich finde die Farbe gerade ganz wundervoll und kann sie mir sehr gut zu braungebrannter Haut und ganz besonders zu kräftigem Rot vorstellen. Und da ich noch dringend ein tolles Kleidchen für diese Schuhe brauche, erscheint es mir perfekt!

Ich habe den Stoff übrigens beim vorletzten Flohmarkt für 2,50 € erstanden. Ausgeschrieben war er mit 2m - es sind in Wahrheit aber 3,1m. Die Dame hatte noch etwas von einem Loch gesagt und da war auch eines: so groß wie ein 1-Cent-Stück und etwa 2cm von der Webkante entfernt, also das war wirklich zu vernachlässigen. Umso mehr freue ich mich nun über das Stöffchen - es fühlt sich wundervoll an!

Nun hat meine Praktische Mode aber keinen Anleitungsbogen [ist das normal bei den Heften?], sodass ich nun ein wenig verunsichert vor den Schnittmusterteilen sitze. Die normalen Falten verstehen sich von selbst - ebenso das Zusammenfügen des Oberteiles, aber das Rockteil ist etwas schwierig, denn die Teile werden übereinander hinweg in Falten gelegt. Heißt das, dass ich die Teile erst 'normal' zusammenfügen und dann in Falten legen muss oder nähe ich es gleich als Falten zusammen?

Und was mich noch vor Rätsel stellt ist der Verschluss. Da kein Reißverschluss oder Ähnliches vorgesehen ist, wird das wohl über den Ausschnitt laufen. Auf dem Bild sind ja nun viele Knöpfe zu sehen, also wohl eine Knopfleiste. Die linken Vorderteile sehen jeweils einen Untertritt vor - wie mache ich daraus eine mittige Knopf leiste?
 


Außerdem wollte ich die Vorderpasse mit dünner Vlieseline verstärken, damit der leichte Stoff Form mitbekommt. Sollte ich den Belag auch lieber verstärken? Oder die Ärmelkanten? 
Die Vorderpasse soll man auch Dehnen. Äh? Wie dehne ich denn einen unelastischen Stoff?

Hat da vielleicht jemand den ein oder anderen Tipp für mich?

Donnerstag, 9. Mai 2013

Himmelfahrtskommando Sew-Along - Teil 6 - Siegesfeier und Parade

  Aloha! Pehea ʻoe? Au makemake eo malie Po'ahâ!
[Hallo! Wie geht's? Ich wünsche euch einen sonnigen Donnerstag!]

Es ist soweit: Das Himmelfahrtskommando ist vorbei und es kann ein Sieg vermeldet werden. Das Kleid war nach dem Probekleid relativ schnell und einfach genäht. Kein Wunder, da ich die meisten Fehler ja schon gemacht hatte. Aber all das hat sich gelohnt, denn ich habe endlich mein ersehntes Tropenkleid aus eben dem Stoff, den ich haben wollte.

Nochmal zur Erinnerung das Original aus Schwabe - Der neue Schnitt:

Geopfert werden mussten im Laufe der Schlacht der Bolero, der farblich leider nun doch so gar nicht harmonierte, die eigentlich geplanten Knöpfe an den Taschen, die ich dann doch wieder verworfen habe, und die angedachten Ärmel, die einfach nicht passen wollten.

Gut geklappt haben der nahtverdeckte Reißverschluss - zugegebenermaßen erst beim dritten Versuch - und auch das Säumen. Der Gürtel war auch kein Problem und die passenden Schuhe hatte ich schon im Schrank.
Ein bisschen was zu Meckern habe ich natürlich trotzdem. Das Kleid ist einen Hauch zu eng und ich habe vergessen die Tailie zu versetzen, sodass sie ein Stück zu hoch sitzt - nämlich genau den cm, den ich sie ja eigentlich versetzen wollte. Nicht mehr zu ändern. Und am Ausschnitt zeigt sich ab und zu der Beleg, aber ich denke, das hängt mit - ebenso wie die ungünstige Falte am Oberschenkel - in erster Linie mit der zu kleinen Größe zusammen. Zumindest hoffe ich das, denn wenn nicht muss ich das Ganze nochmal an der Tailie auftrennen und ausbalancieren.

 

Und nun schnell hier nachschauen wer noch von Sieg berichten kann - und vielen Dank an Alex & Steffi, die uns so wunderbar durch die Schlacht geführt haben!

Sonntag, 5. Mai 2013

Himmelfahrtskommando Sew-Along - Teil 5 - Flexible Response


Und der Kampf geht weiter: Auch die Ärmel mussten geopfert werden. Zwar habe ich es geschafft die Tulpenärmel zu konstruieren und auch an das Kleid anzubringen, doch hat die Armfreiheit darunter dermaßen gelitten, dass Kämpfen Tanzen damit unmöglich gewesen wäre. Es zeigte sich also, dass das Kleid so am besten ist wie es eben auch sein soll und ich empfehle an dieser Stelle an ein ärmelloses Kleid keine Ärmel nachträglich anzubringen. Zähneknirschend also alles wieder aufgetrennt und schließlich das angedachte Schrägband angebracht und alles gut.

Die Tulpenärmel muss ich euch dann mal an einem anderen Kleid zeigen.


Der Saum fehlt noch, aber das mache ich heute zusammen mit den Feinarbeiten wie die vielen losen Fäden. Insgesamt ist das Kleid ein wenig eng - ich fürchte, dass ich eine Nummer zu klein genäht habe, aber ansonsten ist es von der Passform sehr gut. Und auch ärmellos ist gar nicht so schlimm wie ich erwartet habe - der Liebste findet es sogar besser als mit Ärmeln.

Ob andere die Nächte durchmachen müssen oder sich auch schon relativ entspannt auf die Siegesfeier vorbereitet könnt ihr hier sehen.

Freitag, 3. Mai 2013

Mode der 50er Jahre - Der Muff

Der Muff ist meistens ein Pelzstück (seltener auch aus Strick oder andere Materialien), das röhrenförmig gearbeitet wurde und zum Schutz der Hände vor Kälte getragen wird. Anfangs galt er als Zeichen von höherem Stand und wurde von beiden Geschlechter gleichermaßen getragen. Später, nur noch als reine Damenmode, wurde der Muff im frühen 20ten Jahrhundert weitestgehend von den Pelzhandschuhen verdrängt, taucht aber immer mal wieder auf - so auch in den 40er und 50er Jahren. Besonders die Haute Couture wie Dior greift den Muff wieder auf und kombiniert auch gern den passenden Hut, Schal oder Details der Kleider aus gleichem Pelz.

Marilyn Monroe trug zB ihren Muff mit einem extravaganten Cape im Film "Blondinen bevorzugt" [Gentlemen preferes blondes (1953)].


Mit eingearbeiteten Taschen ist so ein Muff auch sehr praktisch und so steht er schon länger auf meiner Liste. Beim letzten Flohmarkt hatte ich schließlich Glück und habe dieses Schmuckstück gefunden.



Das gute Stück im typischen Leoparden- bzw. Gepardenmuster ist ungefähr 35 cm breit und 24 cm hoch, hat eine kleine Kordel und eine eingearbeitete Tasche für Schlüssel, Kleingeld und Sonstiges. Bezahlt habe ich übrigens 5 Euro.

Wie alt der Muff ist kann ich nicht abschätzen. Ein Schildchen gibt es leider nicht. Auf dem Reißverschluss steht 'Ries' - eine Pelz- und Ledermanufaktur, die in den 60ern gegründet wurde. Der Muff ist handvernäht und sehr hochwertig verarbeitet. Der Pelz scheint auch wirklich echt zu sein - ich habe zum Test ein paar herausgerissene Haare angesengt und es roch stark nach Haar. Ob es nun aber wirklich einer Großkatze an den Kragen ging oder "nur" eingefärbter Pelz ist, weiß ich nicht. Die schwarzen Flecken gehen nicht bis ins Unterhaar - vielleicht ein Zeichen für nachträgliche Färbung?


Ich jedenfalls bin schwer begeistert von meinem Muff und fast ein wenig traurig, dass der nun auf den nächsten Winter warten muss, aber dann habe ich immerhin noch genug Zeit mir auch ein Cape dazu zu nähen. Obwohl das vielleicht doch ein bisschen zu viel wäre.. oder?

Mittwoch, 1. Mai 2013

Getrödelt, Gefunden, Gefreut! #4

Willkommen zur inzwischen vierten Ausgabe von Getrödelt Gefunden Gefreut!

Worum geht's? Trödelei! Genauer gesagt um alle alten Schätze bis rund 1980, die ihr im Laufe des letzten Monats ertrödelt habt oder - falls es ein sehr glückloser Monat war - sonstwie nochmal besonders in der Hand hattet. Es muss nicht der Flohmarkt um die Ecke sein - es trödelt sich auch wunderbar in Secondhandläden oder im Internet.

Wie kann ich mitmachen? Einfach einen Beitrag auf Deinem Blog veröffentlichen, diesen Beitrag in der Liste unten verlinken und fertig.

Was muss ich beachten? Toll wären ein paar Hintergrundinformationen zum ertrödelten Stück: Was ist es? Wo hast Du es her? Was hat es gekostet? Wieso genau dieses Stück?

Und bitte verlinkt doch diesen Beitrag in eurem Post, damit auch andere hier her finden.

Mehr Infos findet ihr hier und jetzt geht's los!
Zum Glück heißt es hier nicht Getrödelt, Gefunden, Gespart! denn ich habe diesen Monat richtig Geld ausgegeben für das perfekte Service, das ich unbedingt für ein Buffet im neuen Häuschen haben wollte. Es fing alles an mit ein paar Eierbechern an, die ich zufällig und sehr spontan ersteigerte. Kaum bei mir angekommen entdeckte ich doch tatsächlich das gleiche Dekor auf einem Teeservice für 6 Personen im hiesigen Trödler und kaufte das auch noch. Und weil da nur eine Kuchenplatte dabei war und ich unbedingt auch noch eine Butterdose und Teekanne wollte, ersteigerte ich kurz darauf noch mehr und vorgestern auch noch eine Kaffeekanne.

Insgesamt habe ich fast 120 € für alle 80 Teile ausgegeben. Dafür können der Liebste und ich nun aber auch weitere 15 Gäste zum Tee und Kuchen - 16 Gäste wenn einer auf eine Untertasse verzichtet - oder 10 Gäste zum Frühstücksei einladen. Außerdem haben wir 5 Kuchenplatten, 2 Milchkännchen & 2 Zuckerdöschen in jeweils unterschiedlichen Größen, die Butterdose und die Tee- sowie Kaffeekanne.

Das Porzellan ist aus der Reihe "Isolde" der Manufaktur Seltmann Weiden und hat ein für die 50er Jahre typisches Dekor aus je einem goldenen Strahlenkranz [der sehr an das Design von George Nelsons berühmten Uhren erinnert] und einem Punkt in den wechselnden Farben rosa, minz und grau. Die Größe von Strahlenkranz und Punkt variieren dabei. Außerdem sind die Teile elfenbeinfarben und haben den üblichen Goldrand, der bei meinem Service auch noch einwandfrei erhalten ist.

Dass Steffi von Nähfiddeley das gleiche Service vor gar nicht allzulanger Zeit auch vorgestellt hat, fiel mir übrigens erst bei meiner Recherche im Internet wieder auf.

Günstig geht anders, aber das Porzellan ist wundervoll leicht und grazil, das Muster so strahlend ohne aufdringlich zu sein und ich freue mich so sehr darauf das Geschirr in unserem Häuschen wieder auszupacken, dass ich trotzdem voll zufrieden bin. Also falls ihr noch ein Service sucht, hat Seltmann Weiden auch noch viele andere schöne Dekors.

Und bei euch? Habt ihr auch so viel ausgegeben?